Besichtigungen

Die 32 km lange Ile de Ré beherbergt zehn Dörfer und stellt ein ideales Ferienziel dar, das zu Fuß oder mit dem Rad erkundet werden kann.


Die Ile de Ré, ein kleines Gebiet voller Reichtum

Weniger als 30 Kilometer lang bei 5 Kilometern an der breitesten und 70 Metern an der schmalsten Stelle!

Die Ile de Ré ist die jüngste der vier Inseln des Département Charente-Maritime und kleiner als die Île d’Oléron mit ihren 30 Kilometern, übertrifft jedoch ihre Schwesterinseln Aix und Madame und belegt in der Rangliste der größten Inseln des französischen Mutterlandes hinter Korsika, Oléron und Belle-Ile en Mer den vierten Platz.

Obgleich eine Außenseiterin nach Größe, hat „Ré die Weiße“ vor nichts Angst, wenn es darum geht, ihre Schönheit gegenüber anderen Inseln zu behaupten, selbst jenen, die noch viel weiter entfernt sind!


Von Süden bis Norden, tausendundeine Entdeckungen

Kaum 3 Kilometer trennen Ré la Blanche vom Kontinent und von La Rochelle. Und doch ist es ein einzigartiges Universum, das diejenigen erwartet, die die 1988 eingeweihte Brücke überqueren.

Die Pont de Ré ist eine echte technische Meisterleistung, die in einer Aufwärtskurve in den Himmel schießt und ihre Wirkung entfaltet. Denn an ihrem höchsten Punkt öffnet sie sich zu einer anderen Welt. Für einen kurzen Moment, zwischen Himmel und Meer schwebend, schweift der Blick über eine unvergessliche Aussicht. Ergreifend breitet sich die Ile de Ré träge in der Sommersonne aus, flaches Land mit einer legendären Silhouette, wenn sie aus dem Nebel auftaucht, der sie manchmal umgibt. Schon sind wir in eine andere Dimension eingetreten.

Von der Brücke aus betrachet, bewahrt die mysteriöse Ré Ihr Geheimnis. Aber demjenigen, der sie trifft und weiß, wie man sie respektiert, gibt sie alles.

10 Dörfer, 10 Persönlichkeiten

Von Rivedoux bis Les Portes, von Sainte-Marie bis Ars über Le Bois-Plage, La Couarde, La Flotte und Saint-Martin, der Hauptstadt, nicht zu vergessen die Halbinsel Loix, haben die zehn Gemeinden der Ile de Ré jeweils ihre eigenen Stärken. Während der Süden der Insel aufgrund seiner Nähe zum Festland die dichteste Urbanisierung aufweist, scheint der Norden sich als ein Naturschutzgebiet bewahrt zu haben, das vom symbolischen „Phare des Baleines“-Leuchtturm beschützt wird. Vom prächtigen Stolz von Ars, über die berühmten von Forsten und Pinienwäldern umrandeten Strände, bis zum kostbaren Naturschutzgebiet von Lilleau des Niges, lädt der Norden zum Nachdenken ein.

Geschichte und Erbe

Mit einer langen Geschichte, die bis auf das Mittelalter zurückgeht, lange Zeit von einem militärisch-invasiven Kontext heimgesucht, der die Persönlichkeit ihrer Bewohner genauso wie die Struktur ihrer Dörfer geprägt hat, hat Ré sich jene Überreste aus der Vergangenheit bewahrt, die ihr lieb und teuer sind, und pflegt weiter ihren Garten und ihre Werte.

Liebhaber der Geschichte und Architektur werden die Vielfalt des Inselerbes zu schätzen wissen, die von Sakralbauten wie das Kloster Notre-dame-de-Ré, genannt „Les Châteliers„, über bemerkenswerte Militärgebäude wie das Fort de La Prée und die Festungsanlage von Vauban bis hin zu viel jüngeren Sourvenirs an den Krieg mit den Überresten einer Karola-Artilleriebatterie reicht.

Das Erbe ist hier aber auch ein natürliches. Geschrieben in den Weinbergen und Salzfeldern genauso wie in den Steinen, offenbart sich die Geschichte auf Spaziergängen und in drei unverzichtbaren Museen: : dem Ecomusée du Marais Salant in Loix, dem Musée du Platin in La Flotte und natürlich dem Musée Ernest Cognacq-Jay in Saint-Martin.

Nun mit etwas Wissen ausgestattet, werden die Besucher gleichermaßen die grandiose Aussicht auf den „Phare des Baleines„-Leuchtturm genießen, der den Blick und die Träume in die Weiten entführt…

Saint-Martin, Hauptdorf

In Saint-Martin zu verweilen bedeutet, sich in das schlagende Herz der Insel zu schmiegen, wo Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen. Im Festungswall von Vauban, der das Dorf mit seinen Armen sternförmig umschließt, einem Meisterwerk, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, aber auch nach Lust und Laune in den Gassen, wo Besucher schöne Überraschungen erwarten. Nicht zu verpassen La Vinatrie, ein einzigartiges Fachwerkhaus mit roten Fensterläden, und natürlich das renommierte Hôtel de Clerjotte, das ein Museum geworden ist, und dem Parc de la Barbette einen Hauch von Adel verleiht.

Saint-Martin ist auch ein unvergleichlicher Hafen, in dem sich im Sommer wie im Winter das Leben des Dorfes abspielt. Der Martinais-Hafen ist mit Terrassen gesäumt, auf denen man, zu jeder Jahreszeit vom wunderbaren Insellicht umrahmt, angenehm schlendern kann und ist einer der seltenen Orte, die man einfach nicht vergisst.

Am Ende bleibt nur noch, die Aussicht zu genießen! Diese bietet sich den Blicken, wenn man die schmale Treppe des Glockenturms der Kirche hinaufsteigt, wenn Ré sie verzaubert hat und die rosafarbenen Ziegel auf den Dächern sich im Gold der untergehenden Sonne rot färben.

Das La Baronnie Hôtel & Spa****, die ehemalige Residenz des Grundherrn der Insel aus dem 18. Jahrhundert genauso wie das Reedereihaus, das sie heute erweitert, ist der ideale Komplize für die Geschichte von Ré.

In der freudigen Stille seiner Gärten schwebt ein wenig von der Seele eines Gebietes, das nie aufhört, die Herzen der Menschen zu erobern…